Der Europäische Tag der jüdischen Kultur gehört zu den European Days of Jewish Culture der AEPJ. Nach der allgemeinen Auftaktregel ergibt sich als nächster Termin Sonntag, 5. September 2027. Örtliche Programme können weitere Wochen umfassen. Der Anlass macht jüdische Geschichte und gegenwärtiges kulturelles Leben zugänglich. Für Marketing passen dazu vor allem abgestimmte Kulturkommunikation, verständliche Besucherinformationen und echte Unterstützung vorhandener Angebote.
Auf einen Blick
- Nächster Termin
- Sonntag, 5. September 2027 – nach der allgemeinen Auftaktregel berechnet
- Terminregel
- Europäischer Auftakt ab dem ersten Sonntag im September; örtliche Programme können sich über weitere Wochen erstrecken.
- Einordnung
- Von der AEPJ koordinierte Kulturinitiative. Konkrete Programme und das Jahresthema 2027 sind in den hier geprüften Veranstalterquellen noch nicht bestätigt.
Termin und Einordnung
Die AEPJ beschreibt den jährlichen Auftakt ab dem ersten Sonntag im September. Daraus ist der 5. September 2027 berechnet. Das bestätigt noch kein einzelnes Konzert, keine Öffnung einer Synagoge und kein örtliches Veranstaltungsprogramm. Für eine konkrete Einladung ist die aktuelle Mitteilung des zuständigen Veranstalters erforderlich. [1]
Ein Tag als Auftakt, mehrere Wochen als Programm
Die AEPJ nennt für die Ausgabe 2026 den Beginn am 6. September und Aktivitäten von September bis November. Das Jahresthema lautete „Love“, auf Deutsch „Liebe“. Dieses Thema wird hier als Bestandteil der Ausgabe 2026 dokumentiert. Ein neues Thema für 2027 ist in den hier geprüften Veranstalterquellen noch nicht bestätigt. [3]
Unterschiedliche örtliche Termine müssen deshalb kein Widerspruch sein. Ein Veranstalter kann ein Konzert vor dem Auftakt oder eine Führung mehrere Wochen später anbieten. Nenne den tatsächlichen Veranstaltungstag zusätzlich zum übergreifenden Anlass. Eine pauschale Aussage, überall öffneten alle Einrichtungen am selben Sonntag, wäre zu weitgehend.
Welche Angabe gehört in deinen Kalender?
Für die erste Planung kannst du den berechneten Auftakt vormerken. Ergänze vor Veröffentlichung eines konkreten Angebots Ort, Zeit, Anmeldung und aktuelle Zugangsbedingungen. Der europäische Kalenderhinweis ersetzt keine Bestätigung vor Ort. Historische Programme bleiben mit ihrem tatsächlichen Jahr gekennzeichnet.
Worum geht es?
Wie entstand die Initiative?
Das AEPJ-Archiv beschreibt einen Vorläufer im Jahr 1996 im französischen Bas-Rhin: ein Format offener Türen der jüdischen Vereinigung B’nai B’rith Hirschler in Straßburg in Zusammenarbeit mit der regionalen Tourismusentwicklung. Daraus entwickelte sich laut derselben Darstellung 1999 der Europäische Tag der jüdischen Kultur. Die beiden Jahreszahlen bezeichnen unterschiedliche Entwicklungsstufen und sind deshalb nicht einfach konkurrierende Gründungsdaten. [2]
Auch die heutige allgemeine AEPJ-Darstellung nennt die europaweite Veranstaltung seit 1999. Sie beschreibt Dialog, Anerkennung und Austausch als Ziele und nennt verschiedene kulturelle Formate. Diese Ziele sind von einer unabhängig nachgewiesenen Wirkung jeder einzelnen Veranstaltung zu unterscheiden. [1]
Worum geht es leicht erklärt?
Der Anlass schafft Zugänge zu jüdischem kulturellem Leben und seiner Geschichte. Das kann ein Gespräch, Musik, eine Ausstellung oder eine Führung sein. Ein verständlicher Beitrag stellt ein konkretes Angebot und die Menschen dahinter vor, statt eine vielfältige Kultur auf ein Symbol oder eine vermeintlich einheitliche Tradition zu reduzieren.
Ein Museum erklärt beispielsweise einen bestimmten Gegenstand. Eine Gemeinde entscheidet, welche Begegnungen und Einblicke sie anbieten möchte. Eine Künstlerin kann ihre eigene Arbeit vorstellen. Diese Perspektiven stehen für sich; eine einzelne Person muss nicht stellvertretend für alle jüdischen Menschen sprechen.
Geschichte und Gegenwart verbinden
Ein historischer Ort kann viel erklären. Zugleich sollte die Darstellung jüdisches Leben nicht ausschließlich auf vergangene Verfolgung oder auf ein museales Erbe beschränken. Wenn dein Beitrag gegenwärtige kulturelle Arbeit aufgreift, lass die Beteiligten die Inhalte und die Form der Darstellung mitbestimmen. Das ist unsere Empfehlung für eine respektvolle Zusammenarbeit.
Vermeide Formulierungen über „die jüdische Sprache“ oder eine überall identische Lebensweise. Benenne die konkrete Sprache, Praxis oder Perspektive, wenn sie für das jeweilige Programm tatsächlich relevant und fachlich geklärt ist. Eine verständliche Erklärung braucht keine vereinfachende Verallgemeinerung.
Zugang wird vor Ort festgelegt
Ein öffentlich beworbenes Kulturangebot kann Anmeldung, Ausweiskontrolle oder andere organisatorische Voraussetzungen haben. Diese Angaben werden beim tatsächlichen Veranstalter geprüft. Übernimm eine Zugangsvorschrift aus einem historischen Programm weder als allgemeine Regel für alle Einrichtungen noch als automatisch gültige Vorgabe für 2027.
Belegte Praxisbeispiele
Die Beispiele dokumentieren tatsächliche veröffentlichte Kulturprogramme. Sie zeigen Kulturkommunikation und Zusammenarbeit, keine erfundene Rabattkampagne. Die historischen Ankündigungen bestätigen weder die vollständige Durchführung aller Programmpunkte noch ein unverändertes Angebot 2027.
Auf kleinen Bildschirmen kannst du die Karten seitlich scrollen.
Veröffentlicht am 8. August 2026 · Programm für 6. September 2026
Emmendingen: verschiedene Zugänge in einem lokalen Programm
Das Jüdische Museum Emmendingen veröffentlichte ein Programm mit Beiträgen der jüdischen Gemeinde und des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur. Angekündigt waren unter anderem Gespräche, eine Synagogenführung, Museumsangebote, ein Quiz für junge Besucher und ein Konzert mit Roman Kuperschmidt und seinem Ensemble. Für die Synagogenführung wurde ein gültiges Ausweisdokument verlangt. Diese konkrete historische Vorgabe wird nicht als allgemeine Regel für andere Besuche ausgegeben. [4]
Was du daraus mitnehmen kannst: Unterschiedliche Formate können verschiedene Interessen ansprechen. Eine gute Übersicht hilft, das passende Angebot zu finden. Behalte die Zuständigkeit jedes Veranstalters und die jeweiligen Zugangsangaben erkennbar bei.
Angekündigt am 19. August 2026 · SchUM-Kulturtage ab 6. September
Mainz: ein Auftakt mit Gemeinde und Stadt
Die Landeshauptstadt Mainz kündigte für 2026 mehr als 40 Veranstaltungen der SchUM-Kulturtage vom 6. September bis 29. November an. Zum Auftakt luden jüdische Gemeinde und Stadt in die Neue Synagoge ein; genannt wurden Führungen, Musik und kulinarische Angebote. Die Mitteilung verband den ersten Termin mit einem länger laufenden Kulturprogramm. Sie ist eine Veranstalterankündigung für 2026 und keine Buchungszusage für den nächsten Jahrgang. [5]
Was du daraus mitnehmen kannst: Ein gemeinsamer Einstieg kann auf mehrere vertiefende Angebote führen. Für eine eigene Zusammenarbeit braucht es abgestimmte Inhalte und tatsächliche Partner. Ein Programm lediglich zu verlinken macht dein Unternehmen noch nicht zum Mitveranstalter.
Ideen für dein Marketing
Welche Rolle kann dein Unternehmen sinnvoll übernehmen?
Prüfe zuerst den tatsächlichen Beitrag. Ein Kulturpartner kann Reichweite für ein bestätigtes Programm bereitstellen. Ein regionaler Tourismusbetrieb kann verständliche Anreiseinformationen ergänzen. Ein Verlag oder Buchhandel kann eine abgestimmte Lesung mit einer tatsächlich beteiligten Person unterstützen. Der Anlass braucht einen konkreten Nutzen für Angebot und Publikum.
Eigene Idee: eine abgestimmte Einladung zu einem Kulturangebot
Unser Vorschlag, keine bereits durchgeführte Kampagne: Ein passender lokaler Betrieb unterstützt einen bestehenden Veranstalter bei einer übersichtlichen Einladung. Gemeinsam werden Inhalt, Namensnennung, Bildmaterial und Kontaktweg festgelegt. Der Veranstalter behält die fachliche Entscheidung über sein Programm; der Betrieb beschreibt seinen tatsächlichen Beitrag.
Eine solche Unterstützung kann aus einer vereinbarten Sachleistung, einem Honorar für kulturelle Arbeit oder einer klar bezeichneten Kommunikationsleistung bestehen. Nenne nur, was wirklich zugesagt ist. Formulierungen wie „wir unterstützen jüdische Kultur“ werden aussagekräftiger, wenn die konkrete Leistung und der zuständige Partner genannt werden dürfen.
Ein Karussell mit fünf verständlichen Karten
- Der Anlass: Erkläre den europäischen Auftakt und den tatsächlichen lokalen Termin.
- Die Beteiligten: Stelle die Organisation oder Person mit ihrer abgestimmten Beschreibung vor.
- Der Inhalt: Beschreibe ein konkretes Werk, eine Frage oder ein vorgesehenes Gespräch.
- Der Besuch: Nenne geprüfte Zeiten, Zugang, Kosten und Anmeldung.
- Die Vertiefung: Verlinke auf das vollständige Originalprogramm.
Jede Karte soll eine echte Information enthalten. Ein dekoratives Kulturmotiv allein erklärt weder das Programm noch die Perspektive der Beteiligten. Beschreibe Bilder im Text und achte darauf, dass Namen, Aussprachehinweise oder Fachbegriffe gemeinsam geprüft werden.
Zusammenarbeit braucht ein klares Briefing
Vereinbare, wer Texte freigibt, welche Bilder veröffentlicht werden dürfen und wie Änderungen kommuniziert werden. Plane dafür ausreichend Zeit ein. Künstlerische und fachliche Arbeit werden mit den Beteiligten angemessen abgestimmt. Ein kurzfristiges kostenloses Statement ist keine selbstverständliche Gegenleistung für eine Namensnennung.
Sprache und Produktbezug prüfen
Ein kultureller Anlass sollte nicht durch stereotype Motive oder einen beliebigen Rabatt vereinnahmt werden. Behaupte keine religiöse Eignung eines Produkts, die nicht geprüft ist. Wenn eine kulinarische Veranstaltung besondere Anforderungen nennt, übernimmt die zuständige fachkundige Stelle deren Einordnung. Ein Werbetext ersetzt diese Klärung nicht.
Moderation gehört ebenfalls zur Vorbereitung. Benenne eine zuständige Person für sachliche Rückfragen und für abwertende oder antisemitische Kommentare. Die Beteiligten müssen nicht spontan die gesamte Reaktion auf den Unternehmenskanälen auffangen. Das ist eine organisatorische Aufgabe deines eigenen Formats.
Bildmaterial sorgfältig auswählen
Freigegebene Aufnahmen des tatsächlichen Ortes oder der vorgestellten Arbeit sind besonders hilfreich. Achte auf vereinbarte Grenzen bei Personen, religiösen Räumen und Veranstaltungen. Eine ergänzende KI-Illustration wird sichtbar als „KI-generiert“ gekennzeichnet. Sie darf keine reale Gemeinde, historische Urkunde oder tatsächlich stattgefundene Begegnung vortäuschen.
Newsletter mit einem passenden Zweck verbinden
Wer weitere relevante Aktionstage und verständliche Marketing-Ideen erhalten möchte, kann den Newsletter freiwillig abonnieren. Eine Veranstaltungsanmeldung bleibt davon getrennt. Übernimm Besucheradressen eines Kulturpartners nicht ohne entsprechende Grundlage in deine Werbung. Eine verständliche Einladung erklärt Inhalt und Rhythmus des eigenen Newsletters.
So planst du deine Aktion
Der folgende Ablauf ist unser eigenes Planungskonzept.
- Zehn Wochen vorher: Rolle und Partner klären. Suche einen tatsächlichen fachlichen Bezug und vereinbare einen konkreten Beitrag. Frage frühzeitig nach Zuständigkeit, gewünschter Darstellung und realistischen Zeitabläufen.
- Acht Wochen vorher: Termin und Programm bestätigen. Der berechnete europäische Auftakt ist nur der Ausgangspunkt. Prüfe den lokalen Veranstaltungstag, das aktuelle Jahresthema und die tatsächlich vereinbarten Inhalte beim Veranstalter.
- Sechs Wochen vorher: Einladung gemeinsam erstellen. Formuliere den Inhalt in einfacher Sprache. Halte Urheberschaft, Bildrechte, Namensnennung und Freigabeweg fest. Eine Übersetzung wird mit Blick auf die jeweilige Zielgruppe geprüft.
- Drei Wochen vorher: Besuchsweg testen. Prüfe Anmeldung, Kosten, Erreichbarkeit und Zugang. Verlinke auf eine aktuelle vollständige Programmseite. Kläre, wer kurzfristige Änderungen auf allen beteiligten Kanälen einpflegt.
- Am Termin: vereinbarte Aufgaben übernehmen. Halte Kontakt und Moderation bereit. Dokumentiere nur im freigegebenen Umfang. Ein schönes Foto rechtfertigt keine Überschreitung vorher vereinbarter Grenzen.
- Danach: gemeinsam auswerten. Frage nach, welche Unterstützung tatsächlich hilfreich war. Korrigiere unklare Angaben und entferne abgelaufene Buchungsinformationen. Vereinbare eine weitere Zusammenarbeit ausdrücklich, statt sie aus dem ersten Termin vorauszusetzen.
Erfolgskontrolle
Wähle Kennzahlen passend zur vereinbarten Rolle: nachvollziehbare Aufrufe des Originalprogramms, vollständige Anmeldungen oder tatsächlich genutzte Informationsangebote. Rückmeldungen der Beteiligten können zeigen, ob die Darstellung verständlich und die Zusammenarbeit verlässlich war. Bestätigte eigene Newsletter-Anmeldungen werden separat erfasst.
Behaupte aus Reichweite oder Teilnahme keine nachgewiesene Verringerung von Vorurteilen. Die AEPJ formuliert gesellschaftliche Ziele; eine einzelne Unternehmensaktion braucht für entsprechende Wirkungsbehauptungen eigene belastbare Nachweise. Für die praktische Auswertung reichen zunächst klare Fragen zum Ablauf und zum konkreten Unterstützungsbeitrag.
Häufige Fragen
Findet jede Veranstaltung am 5. September 2027 statt?
Eine Einladung braucht immer den bestätigten lokalen Termin. Prüfe zusätzlich den vorgesehenen Umfang und die aktuellen Angaben zum Zugang.
Kann ich das Motto Liebe für 2027 übernehmen?
Die geprüfte AEPJ-Seite ordnet es ausdrücklich der Ausgabe 2026 zu. Ein neues Jahresthema wird erst nach Bestätigung als solches angekündigt.
Ist eine verlinkte Veranstaltung automatisch eine Kooperation?
Eine redaktionelle Empfehlung ist von einer vereinbarten Zusammenarbeit zu unterscheiden. Nenne dein Unternehmen nur dann als Partner, wenn diese Rolle tatsächlich abgestimmt ist.
Quellen und Recherchehinweise
Recherche- und Aktualisierungsstand: 30. Oktober 2026. Unternehmens- und Organisationsmeldungen belegen deren eigene Darstellung; eine unabhängige Wirkungsmessung ist damit nicht verbunden.
- AEPJ: The European Days of Jewish Culture. Allgemeine Primärbeschreibung mit Auftaktregel, Koordination und gesellschaftlichen Zielen.
- AEPJ-Archiv 2005: Hintergrund der Initiative. Archivdarstellung zur lokalen Vorstufe 1996 und europäischen Entwicklung 1999; unterschiedliche Entwicklungsstufen werden erklärt.
- AEPJ: European Days of Jewish Culture 2026 – Love. Offizielle Seite der Ausgabe 2026 mit damaligem Thema und Veranstaltungszeitraum.
- Jüdisches Museum Emmendingen: Programm zum 6. September 2026. Originalprogramm des Museums für 2026; konkrete historische Zugangsangaben werden nicht verallgemeinert.
- Landeshauptstadt Mainz: 9. SchUM-Kulturtage, 19. August 2026. Städtische Originalankündigung des gemeinsamen Kulturprogramms 2026; keine Bestätigung für 2027.
