Die Woche der Solidarität mit den Völkern der Gebiete ohne Selbstregierung findet jährlich vom 25. bis 31. Mai statt. Sie lenkt den Blick auf Selbstbestimmung und die noch nicht abgeschlossene Dekolonisierung. Für deine Kommunikation bietet sie vor allem einen Anlass für verständliche Bildungsarbeit und sorgfältig ausgewählte Kooperationen. Hier findest du Termin, Hintergrund, belegte institutionelle Beispiele und einen konkreten Plan.

Beitragsbild: KI-generierte Illustration.

Auf einen Blick

Nächster Termin
Dienstag, 25. Mai, bis Montag, 31. Mai 2027
Terminregel
Jährlich vom 25. bis 31. Mai; dieser Kalendereintrag markiert den Beginn.
Einordnung
Offizielle Aktionswoche der Vereinten Nationen zu Dekolonisierung und Selbstbestimmung.

Termin und Einordnung

Die nächste Solidaritätswoche beginnt am Dienstag, 25. Mai 2027, und endet am Montag, 31. Mai 2027. Der Zeitraum ist an diese Kalenderdaten gebunden. Er wird nicht auf die nächste volle Montag-bis-Sonntag-Woche verschoben. Dieser Eintrag im Contentplaner markiert den Beginn. Die UN führen die Woche mit Verweis auf Resolution 54/91. [1]

Warum werden 1972 und 1999 genannt?

Die Jahreszahlen beziehen sich auf unterschiedliche Entwicklungsschritte. Ein historischer UN-Überblick erklärt: 1972 wurde eine Solidaritätswoche für koloniale Völker im südlichen Afrika sowie in Guinea-Bissau und Kap Verde ausgerufen. 1999 forderte die Generalversammlung die jährliche Begehung der Woche unter der Bezeichnung zu den Völkern der Gebiete ohne Selbstregierung. 1999 ist damit nicht einfach das Gründungsjahr einer völlig neuen Initiative. [2]

Der historische Beginn am 25. Mai stand im Zusammenhang mit dem afrikanischen Befreiungstag. Die heutige Woche hat jedoch einen weiter gefassten Gegenstand. Verwende deshalb nicht nur ein allgemeines Afrika-Motiv, sondern erkläre das konkrete Thema Selbstbestimmung. [2]

Ein bestimmtes Programm, ein Tagungsort oder ein Motto für 2027 lässt sich aus früheren UN-Veranstaltungen nicht ableiten. Die folgenden Beispiele sind mit ihrem jeweiligen Jahr gekennzeichnet. Prüfe aktuelle Einladungen vor einer eigenen Terminankündigung erneut.

Worum geht es?

Was bedeutet „ohne Selbstregierung“?

Der Ausdruck ist eine Kategorie im Rahmen der Vereinten Nationen. Gemeint sind Gebiete, deren Bevölkerung noch kein volles Maß an Selbstregierung erreicht hat. Er bedeutet nicht, dass es dort keinerlei örtliche Verwaltung, gewählte Vertretung oder eigenes gesellschaftliches Leben gibt. Eine verständliche Darstellung unterscheidet den politischen Status von den Fähigkeiten und Erfahrungen der Menschen. [3]

Selbstbestimmung ist mehr als eine einzige Lösung

Die UN erläutern unter Bezug auf Resolution 1541 von 1960 drei Wege zu einem vollen Maß an Selbstregierung: einen souveränen unabhängigen Staat, freie Assoziierung mit einem unabhängigen Staat oder Integration in einen unabhängigen Staat. Die politische Zukunft soll durch die betroffene Bevölkerung frei bestimmt werden. Eine pauschale Aussage, alle Gebiete müssten dieselbe Lösung wählen, wird dem Thema nicht gerecht. [3]

Freie Assoziierung kannst du vereinfacht als eine selbst gewählte politische Verbindung erklären. Integration meint hier eine Einbindung in einen anderen Staat. Die Begriffe haben jeweils rechtliche Voraussetzungen; ein kurzes Social-Media-Format ersetzt keine Prüfung eines konkreten Statusfalls.

Wie aktuell ist die Zahl der Gebiete?

In seiner Botschaft vom 25. Mai 2026 nannte der UN-Generalsekretär 17 Gebiete ohne Selbstregierung. Diese Zahl ist ein datierter Stand. Sie sollte nicht ohne Quellenprüfung als unveränderliche Größe für alle künftigen Jahre fortgeschrieben werden. [4]

Ebenso wichtig ist eine faire Darstellung unterschiedlicher Positionen. Trenne den UN-Status eines Gebiets, Ansprüche von Staaten und die Aussagen verschiedener Bevölkerungsgruppen. Eine touristische Länderkarte oder die Position eines einzelnen Unternehmens reicht dafür als Quelle nicht aus. Benenne bei strittigen Gebietsbezeichnungen, welcher Quelle du folgst, statt einen offenen politischen Status nebenbei für entschieden zu erklären.

In wenigen Worten erklärt

Die Woche fragt, wie Menschen ihre politische Zukunft selbst bestimmen können. Eine gute Einführung gibt ihnen eine erkennbare Stimme und erklärt die Begriffe, ohne sie als einheitliche Gruppe darzustellen. Für dein Marketing ist das zuerst eine Frage der sachlichen und respektvollen Kommunikation.

Belegte Praxisbeispiele

Für diese Recherche ist keine ausreichend belegte kommerzielle Kampagne mit direktem Bezug zur Solidaritätswoche identifiziert. Die Karten zeigen zwei unterschiedliche Kommunikationsformate der UN: eine öffentliche Botschaft und einen geregelten Beteiligungsweg. Sie stammen aus demselben institutionellen Umfeld.

Auf kleinen Bildschirmen kannst du die Karten seitlich scrollen.

25. Mai 2026 · Eröffnung in Managua

UN-Botschaft: Einen abstrakten Anlass konkret machen

Der UN-Generalsekretär richtete zum Beginn des karibischen Regionalseminars 2026 eine Botschaft an die Beteiligten. Darin verband er den Auftakt der Solidaritätswoche mit dem Auftrag, Partnerschaften für Dekolonisierung zu stärken. Die offizielle Seminarübersicht nennt 25. bis 27. Mai 2026 in Managua. [4] [5]

Übertragbare Idee: Verknüpfe einen erklärungsbedürftigen Anlass mit einer konkreten Fragestellung und einem erkennbaren Gesprächsformat. Die Veröffentlichung belegt die Botschaft und den institutionellen Kontext, keine spätere politische Wirkung oder Publikumsreichweite.

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Institutionelle Beteiligung · getrennte Verfahren für Seminar und Sitzung

C-24: Teilnahmewege öffentlich erklären

Die Kontaktseite des UN-Sonderkomitees für Dekolonisierung erklärt, wie Einzelpersonen und zivilgesellschaftliche Organisationen eine Teilnahme am jährlichen Regionalseminar beantragen können. Daneben beschreibt sie einen eigenen Weg für Petitionen in der Juni-Sitzung. Eine Teilnahme ist an Verfahren gebunden und grundsätzlich auf eigene Kosten vorgesehen. [6]

Übertragbare Idee: Ergänze deine Informationsseite um den tatsächlichen nächsten Schritt: Ansprechpartner, Voraussetzungen und aktuelle Frist. Eine allgemeine Solidaritätsbotschaft wird dadurch zu einem nutzbaren Angebot. Übernimm frühere Fristen nicht als Termin für 2027.

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Ideen für dein Marketing

Für welche Organisationen passt der Anlass?

Ein direkter Bezug kann bei Einrichtungen der politischen Bildung, Hochschulen, Fachverlagen oder Organisationen mit langfristigen Partnerschaften zu den betroffenen Gebieten bestehen. Auch Unternehmen mit einer begründbaren Verbindung können ein Gespräch unterstützen. Kläre zuerst, welchen konkreten Nutzen du den Beteiligten und deiner Zielgruppe anbietest.

Geeignet wäre beispielsweise ein gemeinsames Interview mit einer fachkundigen Einrichtung und einer selbst gewählten Vertretung eines lokalen Projekts. Die Beteiligten sollten Thema, Umfang und Verwendung ihrer Aussagen mitgestalten können. Eine bloße Kulisse aus fremden Landschaften vermittelt dagegen wenig über politische Selbstbestimmung.

Ein eigenes Erklärkarussell mit vier Karten

  1. Der Anlass: 25. bis 31. Mai und die Frage nach politischer Selbstbestimmung.
  2. Der Begriff: Was die UN-Kategorie beschreibt und was daraus nicht folgt.
  3. Die Perspektive: Ein freigegebenes Zitat oder ein Gespräch mit klar benannter Herkunft.
  4. Der nächste Schritt: Eine frei zugängliche Informationsquelle oder eine aktuelle Veranstaltung.

Nutze eine ruhige Gestaltung mit gut lesbarer Typografie. Für eine Begriffserklärung reicht oft eine eigene Textgrafik. Flaggen, Grenzen und Karten müssen zur Quelle passen; ein KI-Bild kann diese politischen Informationen nicht verlässlich ersetzen. Echte Menschen sollten mit ihrer Zustimmung und in ihrem eigenen Kontext sichtbar werden.

Eine Zusammenarbeit nachvollziehbar beschreiben

Wenn du ein lokales Projekt unterstützt, erläutere die Aufgabenverteilung. Wer entscheidet über Inhalte? Welche Leistung erbringst du? Welche Mittel erhält der Partner? Welche Veröffentlichung ist vereinbart? Stelle eine konkrete Kooperation dar, ohne daraus die Zustimmung einer ganzen Bevölkerung zur Marke abzuleiten.

Für Tourismus- und Handelsunternehmen ist die Trennung von Information und Werbung besonders wichtig. Eine Reisebeschreibung beantwortet nicht die Frage nach dem politischen Status eines Gebiets. Prüfe solche Aussagen mit fachkundigen Partnern. Ein Rabatt unter dem Stichwort Dekolonisierung wäre ohne belastbaren sachlichen Zusammenhang schwer zu begründen.

Ein möglicher eigener Einstieg lautet: „Was bedeutet Selbstbestimmung in der UN-Debatte? Wir erklären drei Begriffe und sprechen mit unserem Projektpartner über seine Arbeit.“ Verwende den Satz nur mit einem echten, vereinbarten Gespräch. Versprich keine Repräsentation, die der Partner selbst nicht beansprucht.

So planst du deine Aktion

Der folgende Ablauf ist unser eigenes Planungskonzept.

  1. Sechs Wochen vorher: Den Bezug prüfen. Beschreibe intern in einem Satz, warum deine Organisation diesen Anlass aufgreift. Fehlt ein konkreter Bezug, entscheide dich für eine sachliche Einführung mit guten Quellen statt für eine groß angelegte Markenaktion.
  2. Partner früh beteiligen. Vereinbare die Fragestellung und die Form der Zusammenarbeit. Kläre, in welcher Rolle die Beteiligten sprechen, wie ihre Aussagen freigegeben werden und ob Übersetzungen notwendig sind.
  3. Vier Wochen vorher: Faktenblatt erstellen. Dokumentiere Termin, Begriffe und den Stand jeder Statusangabe. Trenne historische Beschlüsse von aktuellen Aussagen. Halte fest, welche Fragen eine zusätzliche fachliche Prüfung benötigen.
  4. Zwei Wochen vorher: Inhalte verständlich testen. Lass eine Person ohne Vorwissen die Einführung lesen. Kann sie erklären, worum es in der Woche geht? Prüfe zugleich Namen, Quellenlinks, Bildrechte und die Darstellung umstrittener Grenzen.
  5. Während der Woche: Quellen und Gesprächswege anbieten. Veröffentliche den Beitrag mit nachvollziehbaren Belegen. Moderiere Rückfragen sachlich und korrigiere Fehler sichtbar. Stelle die grundlegenden Informationen frei zur Verfügung.
  6. Nach der Woche: Kooperation auswerten. Frage die Beteiligten, ob ihre Perspektive fair wiedergegeben wurde. Dokumentiere vereinbarte Leistungen und mögliche Verbesserungen. Aktualisiere weiter genutzte Materialien, wenn sich Quellen oder Statusangaben ändern.

Erfolgskontrolle

Beobachte die Nutzung weiterführender Quellen, qualifizierte Rückfragen und die Teilnahme an deinem konkreten Bildungsangebot. Für ein Interview ist zusätzlich die Rückmeldung der Gesprächspartner zur Darstellung wichtig. Eine hohe Zahl von Kommentaren kann auch aus Missverständnissen entstehen und ist allein kein Erfolg.

Bei einer Kooperation prüfst du außerdem, ob zugesagte Leistungen erbracht und Freigaben eingehalten wurden. Freiwillige Newsletter-Anmeldungen kannst du separat zählen. Leite aus Reichweite, Verkäufen oder Spenden keine gemessene Verbesserung politischer Selbstbestimmung ab.

Häufige Fragen

Wann beginnt die nächste Solidaritätswoche?

Am Dienstag, 25. Mai 2027. Sie dauert bis einschließlich 31. Mai. Der Zeitraum bleibt jährlich an diese Daten gebunden. [1]

Bedeutet Selbstbestimmung immer staatliche Unabhängigkeit?

Die UN unterscheiden mehrere Wege. Neben Unabhängigkeit nennen sie freie Assoziierung und Integration; die freie Entscheidung der betroffenen Bevölkerung ist zentral. [3]

Gibt es ein bestätigtes Programm für 2027?

Die hier belegten Veranstaltungen und Verfahren beziehen sich auf frühere Veröffentlichungen. Ein konkreter Veranstaltungsort, eine Frist oder ein Motto für 2027 ist dadurch nicht bestätigt.

Sind die Karten Beispiele für Unternehmenswerbung?

Sie dokumentieren institutionelle Kommunikation der UN. Ein kommerzielles Beispiel mit ausreichend belegtem unmittelbarem Bezug wurde für diesen Artikel nicht gefunden. Eigene Marketingideen sind als solche gekennzeichnet.

Quellen und Recherchehinweise

Recherche- und Aktualisierungsstand: 31. Oktober 2026. Unternehmens- und Organisationsmeldungen belegen deren eigene Darstellung; eine unabhängige Wirkungsmessung ist damit nicht verbunden.

  1. UN: Liste internationaler Tage und Wochen. Offizieller Kalenderzeitraum und Zuordnung zur UN-Resolution 54/91.
  2. UN: Historischer Überblick über Konferenzen und Gedenkanlässe. Historische Einordnung der Beschlüsse von 1972 und 1999.
  3. UN-Dekolonisierung: Aufgaben und Selbstbestimmungsoptionen. UN-Erläuterung der Selbstbestimmung und ihrer unterschiedlichen politischen Formen.
  4. UN-Generalsekretär: Botschaft zur Eröffnung des Regionalseminars 2026. Datierte Botschaft vom 25. Mai 2026, einschließlich des damaligen Stands der Gebiete.
  5. UN: Übersicht der C-24-Regionalseminare. Orte und Termine der Regionalseminare; keine Bestätigung eines Programms für 2027.
  6. UN: Beteiligung am Regionalseminar und an C-24-Sitzungen. Öffentlich beschriebene Beteiligungsverfahren; Fristen müssen vor Nutzung neu geprüft werden.
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