Der Tag der Bisexualität am 23. September 2027 macht bisexuelle und weitere Bi+ Lebensrealitäten sichtbar. Der seit 1999 begangene Anlass ist auch als Celebrate Bisexuality Day und Bi Visibility Day bekannt. Für dein Marketing passen sachliche Aufklärung und abgestimmte Kooperationen. Konkrete Beispiele von BICONIC und dem Bahn-Netzwerk railbow zeigen tatsächliche Kommunikation zum Tag.

Auf einen Blick

Nächster Termin
Donnerstag, 23. September 2027
Terminregel
Celebrate Bisexuality Day beziehungsweise Bi Visibility Day findet jährlich am 23. September statt.
Einordnung
Internationaler Sichtbarkeits- und Aufklärungsanlass, seit 1999 mit Wendy Curry, Michael Page und Gigi Raven Wilbur verbunden.

Termin und Einordnung

Der nächste Tag der Bisexualität fällt auf Donnerstag, den 23. September 2027. Die Washington State LGBTQ Commission führt den jährlichen Termin und nennt Wendy Curry, Michael Page und Gigi Raven Wilbur als die drei mit der Einführung von 1999 verbundenen US-Aktivisten. [1]

Die Stadt Boston beschreibt die erste Begehung 1999 im Zusammenhang mit einer ILGA-Konferenz in Johannesburg. Ihr Bericht verweist zugleich auf frühere bisexuelle Sichtbarkeit, darunter eine andere Proklamation in San Francisco von 1990. Der Ursprung dieses September-Anlasses bedeutet also nicht, dass bisexuelle Öffentlichkeitsarbeit erst 1999 begann. [5]

Die englischen Bezeichnungen setzen unterschiedliche Akzente zwischen Feiern und Sichtbarkeit. Die von der Washingtoner Kommission wiedergegebene Erklärung zum Namen Bi Visibility Day bezieht ausdrücklich auch unterschiedliche romantische und sexuelle Selbstbezeichnungen ein. [1]

Ein wiederkehrender Kalendertag ist noch keine Veranstaltungszusage für 2027. Örtliche Angebote, Kooperationen und Programmpunkte brauchen jeweils eine aktuelle Bestätigung.

Worum geht es?

Was bedeutet bisexuell?

BiNe orientiert sich an einem Verständnis, nach dem Menschen sich sexuell und/oder romantisch zu mehr als einem Geschlecht hingezogen fühlen können. Das muss nicht gleichzeitig, in gleicher Weise oder gleich stark geschehen. Die Vereinsdarstellung schließt trans und nicht-binäre Menschen ausdrücklich ein. [2]

Leicht erklärt: Das aktuelle Geschlecht eines Partners oder eine momentane Beziehung entscheidet nicht darüber, welche Orientierung eine Person für sich benennt. Eine Person kann ihre Selbstbezeichnung selbst wählen; Außenstehende müssen sie nicht aus einem Foto oder einer Beziehung ableiten.

Was bedeutet das Plus in Bi+?

BiNe verwendet Bi+ als einen übergreifenden Begriff für unterschiedliche nicht-monosexuelle Selbstbezeichnungen. Die genaue persönliche Verwendung kann sich unterscheiden. Eine sachliche Erklärung lässt deshalb Raum für die gewählte Bezeichnung der jeweiligen Person. [2]

Sexuelle oder romantische Orientierung und die Vereinbarung einer Beziehung sind verschiedene Fragen. Ein Beitrag sollte daraus keine pauschalen Eigenschaften zu Treue, Offenheit oder der Zahl von Beziehungen ableiten.

Sichtbarkeit bleibt freiwillig

Eine Organisation kann über das Thema informieren, ohne Beschäftigte oder Kunden zur Offenlegung persönlicher Informationen aufzufordern. Eine allgemeine Fachveranstaltung, ein öffentlich erreichbarer Hinweis oder eine abgestimmte Kooperation braucht kein persönliches Coming-out als Teilnahmebedingung.

Wenn eine Person ihre Geschichte freiwillig teilen möchte, vereinbart ihr Umfang, Namensnennung, Bild und mögliche Rückfragen. Eine Freigabe für einen internen Beitrag ist nicht automatisch eine Freigabe für eine öffentliche Werbeanzeige.

Belege nicht durch dramatische Zahlen ersetzen

Der Anlass lässt sich ohne ungesicherte Gewalt- oder Gesundheitsquoten verständlich erklären. Eine solche Zahl würde Definition, untersuchte Gruppe, Ort, Jahr und eine geeignete Originalquelle benötigen. Ein Interview oder eine einzelne Erfahrung belegt keine allgemeine Häufigkeit.

Für die Darstellung eines Unternehmens sind konkrete verfügbare Kontakte und nachvollziehbare Maßnahmen meist hilfreicher als die Behauptung einer umfassenden Wirkung. Ein farbiges Symbol allein zeigt noch nicht, wie mit tatsächlichen Fragen umgegangen wird.

Belegte Praxisbeispiele

Ein aktueller Kampagnenrückblick und ein Unternehmensnetzwerk-Newsletter zeigen zwei belegte Formate zum 23. September. Persönliche Stimmen bleiben den jeweiligen Urhebern zugeordnet und werden nicht als Meinung aller Beschäftigten ausgegeben.

Auf kleinen Bildschirmen kannst du die Karten seitlich scrollen.

Kampagnenstart laut eigenem Rückblick · 23. September 2026

BICONIC: gemeinschaftliche Aufklärung zum 23. September

BiNe berichtete am 6. Oktober 2026, dass BICONIC zum 23. September online gegangen sei. Die gemeinsame Kampagne von BiBerlin, Bi+Pride und BiNe entstand im Rahmen von IWWIT der Deutschen Aidshilfe. Genannt werden Bi+ Geschichte, persönliche Geschichten und Aufklärung sowie ein kostenlos herunterladbarer Leporello. [3]

Einordnung: Die Quelle belegt den eigenen Rückblick und die beschriebenen Materialien. Unabhängig geprüfte Reichweiten oder veränderte Einstellungen sind daraus nicht ableitbar.

Für deine Praxis: Kooperiere mit fachlich passenden Organisationen und kläre Rollen sowie Materialnutzung. Ein direkt verfügbares Informationsangebot kann einen nachvollziehbaren nächsten Schritt schaffen.

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Kommunikation des Netzwerks der Deutschen Bahn · September 2022

railbow: ein Thema im Newsletter eines Unternehmensnetzwerks

Der railbow-Newsletter September 2022 enthält auf Seite 13 einen persönlichen Beitrag unter dem Titel #BiGibtsWirklich. Er greift den Tag der Bisexualität am 23. September ausdrücklich auf und thematisiert gängige Zuschreibungen sowie die Sichtbarkeit der Community. [4]

Einordnung: Belegt ist die Veröffentlichung im Newsletter des Netzwerks. Der Beitrag ist kein Nachweis einer unternehmensweiten Einstellungsänderung und keine einheitliche Selbstaussage der gesamten Belegschaft.

Für deine Praxis: Ein bestehender Kanal kann ein konkretes Thema verständlich aufnehmen. Benenne die tatsächliche Autorenschaft und halte freiwillige persönliche Stimmen von allgemeinen Unternehmenszusagen auseinander.

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Ideen für dein Marketing

Für Unternehmen: eine konkrete Information anbieten

Wähle eine wiederkehrende Frage und beantworte sie verständlich. Das kann eine Begriffserklärung oder ein Hinweis auf tatsächlich erreichbare Ansprechpersonen sein. Prüfe Zuständigkeiten und Kontaktwege, bevor du sie öffentlich nennst.

Ein Unternehmensversprechen braucht einen konkreten Inhalt. Erkläre, welche Unterstützung vorhanden ist und wie Interessierte sie finden. Wenn eine Maßnahme noch geplant wird, bleibt sie als Planung erkennbar.

Für Veranstaltungen: einen passenden Partner einbeziehen

Stimme Thema, Vergütung, öffentliche Darstellung und Rückfragerahmen mit einer fachkundigen Person oder Organisation ab. Die Zusammenarbeit beginnt bei der Konzeption. So können Beteiligte mitentscheiden, welche Frage sinnvoll behandelt wird.

Eine Moderation kann Sachfragen sammeln, ohne private Offenbarungen zu erwarten. Erkläre den Rahmen vorab und biete einen geeigneten Kontakt für Fragen, die nicht öffentlich besprochen werden sollen.

Eigene Idee für ein verständliches Karussell

Karte eins erklärt den 23. September. Karte zwei beschreibt eine kurze Begriffsklärung anhand einer Communityquelle. Karte drei stellt einen tatsächlich verfügbaren Kontakt oder ein bestätigtes Angebot vor. Karte vier führt zu weiterführenden Informationen. Das ist unser eigenes Konzept.

Die Karten brauchen keine erfundene Coming-out-Geschichte und keine Symbolperson, die stellvertretend für alle sprechen soll. Eigene Textgrafiken können ausreichen. Eine neue KI-Illustration wäre sichtbar als KI-generiert zu kennzeichnen und nicht als Aufnahme einer realen Veranstaltung auszugeben.

Newsletter freiwillig und thematisch klar anbieten

Der Newsletter der Marketing-Strategen informiert über passende Aktionstage und neue Marketingideen. Beschreibe Themen und Rhythmus. Eine Anmeldung soll weder eine persönliche Orientierung abfragen noch eine private Geschichte voraussetzen.

Grundlegende Informationen und fachliche Kontakte bleiben direkt erreichbar. Eine Einwilligung zur Nutzung eines Bildes und eine Werbeanmeldung werden nicht miteinander gleichgesetzt.

So planst du deine Aktion

Der folgende Ablauf ist unser eigenes Planungskonzept.

  1. Sechs Wochen vorher: Wähle eine konkrete Informationsfrage und den passenden Fachkontakt. Prüfe den tatsächlichen Bezug deiner Organisation.
  2. Vier Wochen vorher: Vereinbare Rollen, Vergütung und öffentliche Darstellung. Persönliche Beteiligung und Selbstbezeichnungen bleiben freiwillig.
  3. Drei Wochen vorher: Schreibe die kurze Erklärung. Prüfe Begriffe mit einer geeigneten Quelle und ordne persönliche Stimmen eindeutig zu.
  4. Eine Woche vorher: Teste Lesbarkeit und Kontaktwege. Bestätige Veranstaltungstermine und entferne ungesicherte Wirkungsbehauptungen.
  5. Am 23. September: Veröffentliche die abgestimmten Informationen oder setze das bestätigte Angebot um. Private Informationen werden nicht vorausgesetzt.
  6. Danach: Werte freiwillige Rückmeldungen aus und beantworte sachliche Fragen. Dokumentiere Verbesserungen an tatsächlichen Informations- und Kontaktangeboten.

Erfolgskontrolle

Prüfe, ob die Begriffe verständlich erklärt und benannte Kontakte erreichbar waren. Bei einer Kooperation zählen vereinbarte Leistungen und freiwillige Rückmeldungen der Beteiligten. Ein Informationsformat kann anhand konkreter Sachfragen verbessert werden.

Die Zahl persönlicher Coming-outs ist kein Kampagnenziel. Auch Reichweite beweist keine veränderte Einstellung oder beseitigte Diskriminierung. Behaupte nur den Stand, den du tatsächlich nachvollziehen kannst.

Häufige Fragen

Wann ist der nächste Tag der Bisexualität?

Am Donnerstag, 23. September 2027. [1]

Seit wann gibt es diesen Anlass?

Er wird seit 1999 mit Wendy Curry, Michael Page und Gigi Raven Wilbur verbunden. Frühere bisexuelle Sichtbarkeitsinitiativen sind davon zu unterscheiden. [1] [5]

Muss Anziehung zu verschiedenen Geschlechtern gleich stark sein?

Nach dem von BiNe beschriebenen Verständnis ist das nicht erforderlich. [2]

Müssen Beschäftigte ihre Orientierung öffentlich benennen?

Nein. Ein sachlicher Informationsbeitrag und freiwillige Angebote sind ohne persönliche Offenlegung möglich.

Sind die Beispiele für 2027 bestätigt?

Die belegten Veröffentlichungen gehören zu 2026 und 2022. Neue Programme brauchen eine eigene Bestätigung.

Quellen und Recherchehinweise

Recherche- und Aktualisierungsstand: 31. Oktober 2026. Unternehmens- und Organisationsmeldungen belegen deren eigene Darstellung; eine unabhängige Wirkungsmessung ist damit nicht verbunden.

  1. Washington State LGBTQ Commission: Celebrate Bisexuality Day / Bi Visibility Day. Institutioneller Kalender mit Termin, historischen Namen und Einordnung der Bezeichnungen.
  2. BiNe: Vereinsdarstellung und Verständnis des Bi-Begriffs. Primäre Communitydarstellung mit einem inklusiven Verständnis von Bi und Bi+.
  3. BiNe: BICONIC – Aufklärungskampagne gestartet, 6. Oktober 2026. Eigener datierter Kampagnenrückblick mit konkretem Startbezug und Informationsmaterial.
  4. railbow, Deutsche Bahn: Newsletter September 2022, Seite 13. Veröffentlichter Originalnewsletter eines Unternehmensnetzwerks; der persönliche Beitrag bleibt seinem Autor zugeordnet.
  5. City of Boston: Bisexuality and Bi+ Visibility Day. Kommunaler Bericht zur beschlossenen Anerkennung 2025 und zur historischen Einordnung.
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